IHA Graz am 10.03.2019

Wie jedes Jahr fand Anfang März die IHA in Graz statt. Die 1950 gemeldeten Hunde an beiden Tagen bedeuteten ein Rückgang von 190 Hunden gegenüber dem Vorjahr.
 
Die Veranstaltung wurde von Kontrollen der Amtstierärzte negativ beeinflusst. Die Rechtmäßigkeit der Art und Weise wie diese Kontrollen durchgeführt wurden wird noch untersucht werden. Leider waren auch unsere Deutschen Schäferhunde von den Kontrollen betroffen. Aus meiner Sicht waren die Beanstandungen nicht gerechtfertigt und entbehrten jeglicher fachlicher Grundlage.

 
 
 
Ungeachtet dessen stand unsere Rasse im Focus und es war sicher negativ Werbung. Und das obwohl die Qualität der vorgestellten Hunde in Bezug auf Anatomie und Ausstrahlung sehr gut war. Lobend zu erwähnen ist auch das Verhalten der ausgestellten Tiere im Ring und im ganzen Ausstellungsgelände. Die Hunde zeigten sich sicher und frei, auch dass unser Ring im Obergeschoss war, stellte für die Hunde keinerlei Probleme dar. Ich bin jedoch der festen Überzeugung, dass wir solchem Aktionismus weiterhin mit großer Präsenz unserer Rasse und nicht durch Fernbleiben entgegen treten müssen. Was wir aber auf jeden Fall überdenken müssen ist wie wir unsere Hunde in Zukunft bei internationalen Ausstellungen präsentieren werden. Meiner Meinung nach müssen wir uns den anderen Rassen anpassen, das bedeutet, dass wir auf jeden Fall Dynamik und Tempo sowie übertriebenes Aufbauen der Hunde bei der Präsentation weglassen müssen. Um Irritationen gleich entgegen zu wirken ist das nur auf die internationalen Hundeausstellungen bezogen, keineswegs auf unsere Zuchtschauen. Dort wollen wir natürlich den gut trainierten Hund sehen, der sich bei der Gangwerksprobe erhaben mit viel Nachschub aus der Hinterhand und freiem Vortritt präsentiert.
 
Bleibt mir nur noch, mich bei den Ausstellern und beim Ringpersonal zu bedanken, dass sie trotz der widrigen Umstände die Ruhe bewahrt haben.
 
Thomas Fritsche, Formwertrichter
Wie auch im vergangenen Jahr, wurde der Deutsche Schäferhund auf der IHA Graz, in der Veranstaltungshalle, statt dem Freigelände, dem Publikum präsentiert.

Von insgesamt 25 gemeldeten Hunden, wurden 21 Deutsche Schäferhunde dem Formwertrichter Herrn Fritsche Thomas, in gewohnt sportlicher und fairer Manier vorgeführt. Qualität statt Quantität, könnte das Motto gewesen sein.
Trotz der geringen Meldezahl, überzeugte die hohe Qualität der vorgeführten Hunde die vielen Besucher an unserem Ring. Bereits schon länger vom ÖKV eingeführt, wurde diesmal zum ersten Mal auch auf der IHA-Graz, die neue elektronische Schriftführung verwendet. Dieses System hat den Vorteil, dass der „Papierkrieg“ aus Sicht der Schriftführung minimiert wird und jeder Aussteller, seine Schaubewertung unmittelbar nach Rasseabschluss, in elektronischer Form erhält. Wir bedanken uns vor Allem bei den Ausstellern, für ihren Beitrag und ihr Mitwirken an der Präsentation des Deutschen Schäferhundes auf der IHA Graz.
 
Peter Winkler, OG15 Wundschuh