Geschichte des SVÖ

Am 26. August 1912 wurde der ÖSV von den Herren KR. Oskar Streit, Linz, Otto Thalmann, Salzburg-Gnigl, und Josef Baumann, Wels, sowie Hans Ranzenberger und Charles Kammerer, beide Wien, gegründet.

 

StephanitzDieser damalige SVÖ war ein Zweigverein des Vereines für Deutsche Schäferhunde (SV) mit seinem Sitz in München, heute Augsburg. Gleichzeitig gliederte sich der Verein noch im Jahre 1912 in den, im Jahre 1909 gegründeten Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) ein, der österreichischen Dachorganisation für die in Österreich ansässigen Hundezucht- und Hundesportvereine. Dem SVÖ ist es durch seine zielbewußte Arbeit gelungen im Laufe von nun bald neun Jahrzehnten den SVÖ zur zweitgrößten Verbandskörperschaft innerhalb des ÖKV auszubauen.

 
 
Der SVÖ hat bereits von seiner Gründung an, Sonderschauen für seine Rasse durchgeführt sowie auch alljährlich eine Siegerausstellung veranstaltet, desgleichen Leistungs- und Jugendveranlagungsprüfungen abgenommen. Ab 1925 wurde auch alljährlich eine eigene Leistungssiegerprüfung veranstaltet. Im Jahre 1922 führte der SVÖ, als erster Zuchtverein in Österreich, die Ankörung für Rüden ein.

Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde seitens des Bundesministeriums für Inneres der damalige erste Vorsitzende des Vereines, Herr C. H. Müller, mit der Reaktivierung des SVÖ betraut. Folgende Männer haben sich um den Wiederaufbau des SVÖ nach 1945 bleibende Verdienste erworben : Karl Heinz Müller (Wien), Hans Bauer ( Linz), und Leo Vogt ( Wien), sowie Anton Deumlich (Graz). Diese Herren hatten die Aufgabe die Zucht wieder aufzubauen, nachdem die von 1939 bis 1944 laufenden Musterungen unserem Verein 4182 eingetragene Deutsche Schäferhunde gekostet hatten.
Die Zuchtordnung vom 31. Jänner 1949 bildete die Grundlage für den Aufschwung. 1973 wurde das HD-Verfahren und die Tätowierung der Welpen eingeführt.
Seit 1976 gibt der SVÖ für seine Mitglieder eine eigene monatlich erscheinende Vereinszeitschrift heraus. Es wurde ein modernst ausgestattetes Vereinsbüro aufgebaut, in der heute 5 Personen beschäftigt sind, welche die komplette Verwaltung des Vereines wahrnehmen.

Die enge Verbundenheit mit dem Mutterland der Rasse äußert sich gerade auch in letzter Zeit wieder mit der gleichzeitigen Einführung der HD-Zuchtwertschätzung und des MGA-Verfahrens und die laufende Angleichung der Zuchtordnungen,. 
 
Der SVÖ ist seit der Gründung der „Europaunion“ (EUSV) im Jahre 1968 die später in die „Weltunion“ (WUSV)überging, verankert. Diese große Gemeinschaft der Schäferhundefreunde, der Länder aller fünf Erdteile angehören, brachte noch bessere Kontakte und Informations- und Konkurrenzmöglichkeiten auf dem Gebiete der Zucht und Ausbildung unserer Rasse.  
 
Der SVÖ war 1975 der erste Veranstalter einer WUSV-Europameisterschaft. Diese Veranstaltung in Salzburg mit 36 Hundeführern aus 6 Nationen, übrigens nach SchH-2 ausgetragen und initiiert vom damaligen SV-Bundesausbildungswart Walter Köster und dem damaligen SVÖ-Bundesausbildungswart Anton Erasimus, bildete den Grundstein der heutigen WUSV-Weltmeisterschaften. Österreich war danach noch dreimal Veranstalter, 1982 wieder in Salzburg, 1992 in Linz und 2002 in Steyr. Wir freuen uns schon auf 2012, wenn die Schäferhundewelt anläßlich des 100-jährigen Jubiläums des SVÖ wieder in Österreich zu Gast sein wird. 
 
 
Wir wissen, daß die guten Anlagen unserer Hunde nur durch dauerndes Training und gewissenhafte Zucht erhalten und somit an künftige Generationen weitergegeben werden können. Mit dem Leitgedanken "Vorwärts in der Leistung, denn sie dient der Zucht", einem Ausspruch von Walter Köster, endet dieser kleine Querschnitt durch die Geschichte des SVÖ.
 
Verfasst von Eberhard Strasser